Hier habe ich ein kleines How-To für dieses zuckersüße Design und Täschchen.
Ich will euch ein bisschen mitnehmen bei meiner Umsetzung dieser Idee und habe auch einige Bilder dazu parat.
Tatsächlich ist dies ein Design, bei dem ich ganz klassisch angefangen habe - mit Stift und Papier. Ich arbeite nicht immer so, aber manchmal hilft es mir so die ersten Gedanken zu visualisieren. Hier gehe ich so vor, als würde ich ein Bild zeichnen, verwende mehrere Farben und verfeinere die erste Bleistiftskizze. Die Schrift wird auch schon einmal grob geplant. So kann ich mir alle Aspekte des Projekts am besten vorstellen.

Wir haben unser analoges Design - jetzt muss es digital werden. Hier gibt es verschiedene Herangehensweisen. Entweder man setzt dieses Bild direkt im Vektorprogramm nach oder man baut, so wie ich einen Zwischenschritt mit der App Procreate ein. Das ist total optional und nicht essentiell wichtig. Ich nutze diesen Step gerne um meine Skizze zu verfeinern und eine einfarbige Vorlage zu haben, in dem ich die Zeichnung komplett nachzeichne. Nun haben wir eine saubere Grundlage für die Arbeit im Vektorprogramm.
Und jetzt ab an den Computer. Das Vektorprogramm eurer Wahl ist jetzt am Zug. Bei mir ist es CorelDraw. Hier ladet ihr eure Skizze und beginnt mit der Vektorisierung. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten. Entweder ihr geht manuell jede eigene Form mit dem Bézier-Werkzeug ab und erstellt eure Knotenpunkte und somit die Konturen eurer Zeichnung. Oder ihr seid solche faulen Socken wie ich, ruht euch auf eurer guten Vorarbeit aus, und nutzt die Funktion "Bitmap vektorisieren". Hier erstellt CorelDraw ganz automatisch Vektoren aus einem Bild (natürlich kann Illustrator sowas auch). Trotz der Automatisierung müsst ihr jedoch die Arbeit des Programms kontrollieren. Oftmals gibt es überschüssige Knotenpunkte und andersfarbige Felder - Corel Nutzer werden wissen was ich meine. Also ran an das Knotenwerkzeug und an die Aufbereitung.
Mein persönlicher Tipp: Desto weniger Knotenpunkte, desto besser! So kann euer Plotter die Datei ruhig und ordentlich schneiden, ohne stocken, ruckeln oder sonstige Probleme.
Das Aufwändigste haben wir jetzt hinter uns - Halleluja! Jetzt kommt unsere Schrift zum Einsatz. Hier ist zwar den Ideen keine Grenze gesetzt, aber eine Sache müsst ihr definitiv beachten: die Linienstärke! Macht eure Schrift nicht zu dünn, sonst habt ihr beim plotten und entgittern richtig Probleme. Ich habe meine selbst erstellte Schrift "Scribblina" benutzt und auch prompt festgestellt - das könnte problematisch werden in meiner geplanten Größe. Hier kommt
Trick 17 zum Einsatz: Erstellt eine Kontur um eure Schrift, wandelt diese in ein Objekt um und verschmelzt sie mit der Schrift - Tadaaaaa - eine dickere Strichstärke. Macht das aber erst zum Schluss, den Text könnt ihr so nämlich nicht mehr ändern.
Abschließend verschmelzen wir noch die Objekt miteinander, die am Ende bei der Umsetzung eine Farbe haben sollen. Wenn wir das gemacht haben, färben wir diese außerdem noch verschieden ein - so weiß DesignSpace später auch, dass es zwei Arbeitsschritte sind.
Jetzt checken wir nochmal abschließend die Konturen in der Umriss-Ansicht. Passt alles? Keine doppelten oder offenen Linien? Sehr gut! Dann exportieren wir jetzt eine Schnittdatei - eine SVG Datei. Hierfür Markiert ihr euer Design, Drückt Strg + E und wählt das Format SVG aus. Gar nicht so schwer oder?
Jetzt öffnen wir DesignSpace am PC. Solltet ihr nur über die App am Smartphone arbeiten - auch kein Problem. Zieht euch die Datei einfach auf euer Handy. Das funktioniert ganz genauso gut.
Jetzt müssen wir unser Design hochladen. Dafür nutzen wir auch die gleichnamige Funktion im "Arbeitsbereich". Dort sucht ihr dann ganz einfach das Design aus und durchlauft die Steps, die euch angezeigt werden. Übrigens - einmal hochgeladen steht euch das Design immer wieder zur Verfügung -einfach unter "Hochladen" auswählen und dem Arbeitsbereich hinzufügen.Jetzt könnt ihr das Design auf die richtige Größe anlegen. Meins soll auf ein kleines Mäppchen gepresst werden, welches mir 9 cm in der Höhe bietet - also lege ich es auf 8,5 cm Höhe an. Hier seht ihr auch an der rechten Seite, dass euer Design mehrere Ebenen besitzt welche "gemeinsam" gearbeitet werden. Jetzt geht es an die Herstellung. Wichtig - geht sicher, dass Ihr alle Elemente markiert habt! Legt euer gewünschtes Material in den Cricut bzw. auf die Schneidmatte. Solltet ihr, so wie ich mit Textilfolie arbeiten: Vergesst das Spiegeln nicht! Jetzt wählt ihr noch das passende Material aus der Materialbibliothek aus und los geht's! Achtet darauf, dass ihr das richtig Objekt zur Folie ausgewählt habt.
Und wenn der kleine Cricut seine Arbeit gemacht hat, geht es ans entgittern. Hier wieder ein kleiner Tipp von mir: Solltet ihr, wie ich, kleine innenliegende Formen haben, die ihr ausheben wollt, nehmt diese zuerst auf. Das erleichtert es ungemein. Und wenn ihr besonders smart sein wollt, haltet ihr ein Stück Klebeband bereit und klebt die kleinen Innenteile auf. Dann habt ihr kein Konfetti herum liegen.
Und jetzt geht es ans Aufpressen oder -bügeln. Ich füge hierzu meine beiden Plotts schon zusammen, achte aber darauf, das die Hintergrundfolie nirgends auf der Flexfolie liegt. Dann platziere ich das Motiv und fixiere es ein wenig, damit es sich nicht selbstständig macht. Und jetzt wird's heiß. Mit einer Schutzschicht Backpapier wird nun das Motiv mit Hitze und Druck mit dem Textil verbunden. Macht das sehr sorgfältig. checkt auch erst ganz vorsichtig ob die Folie bereits haftet. Wen
n ihr die Hintergrundfolie abgezogen habt, legt wieder das Backpapier auf und büglelt/presst noch einmal nach.
Und das wars... fertig ist euer eigenes Design!
Ich hoffe, ich konnte euch ein paar gute Tipps geben und eine Anleitung zum Kreativ-Sein geben.
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